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:in Religion

Theodizee (kath. 9/10)

Einzelheft

Aus dem Inhalt:
  • 1. Hinführung: Gottesbilder
  • 2. Das eigentliche Problem der Theodizee (Menschen wollen Gott begreifen)
  • 3. Wie sollen Christen leben, wenn Leid(en) sinnlos ist?
Themenbereiche:

Zielgruppe:Religionslehrer/-innen der Sek. I., Katechetinnen und Katecheten

Klasse:9/10

Konfession:katholisch

Beschaffenheit:Heft, DIN A4, 32 Seiten, perforiert, inkl. 2 farbigen OH-Folien

Artikelnummer:50-0703

Detail

Echtes Leid, selbst erlittenes, aber auch das Leiden anderer stellt uns vor die Frage: Wie kann Gott das zulassen? Wie kann ein heiliger und unendlich guter Gott das Leid von Mensch und Tier mit ansehen - ohne einzugreifen? An dieser Frage beißt sich die gläubige Vernunft die Zähne aus. Einmal gestellt, kann man ihr ernsthaft nicht mehr ausweichen; sie hat die Kraft, unseren Glauben zu erschüttern. Der ernsthafteste Erklärungsansatz sieht den Grund allen Leids in der Freiheit des Menschen. Doch dieser Erklärungsversuch spendet keinen Trost gegenüber Leid, das aus Krankheit oder Naturkatastrophen resultiert. Denn was können die zufällig Verletzten oder Getöteten für ihr Leiden? Nichts. Alle Versuche aufklärerischer Philosophen zur Rechtfertigung Gottes wurden durch das Erdbeben von Lissabon 1755 - eine der größten Katastrophen dieser Zeit mit über 300.000 Toten - nachhaltig erschüttert. Die Tatsache von Vernichtungslagern im vergangenen Jahrhundert hat allen Versuchen, dem Leid einen Sinn abzuringen die Kraft genommen und eine umfassende Skepsis unter Theologen, Gläubigen und Intellektuellen bewirkt. Doch die Frage danach, warum Gott das Leid zulassen kann, stellt sich unabhängig von der Zahl der Leidenden; konsequent zu Ende gedacht reicht das Leid eines einzigen Wesens aus, den Glauben an den zugleich Guten wie allmächtigen Gott zu erschüttern. Die Unlösbarkeit der Frage hat Konsequenzen: Christen wollen und können das zu allen Zeiten bestehende, unsägliche Leiden nicht theologisch rechtfertigen. Sie müssen die dunkle Ratlosigkeit dieser Frage aushalten und in die Klage und Trauer der Betroffenen einzustimmen. Die Erkenntnis der Sinnwidrigkeit allen Übels veranlasst uns zu dem Bestreben, das Leiden der Kreaturen so weit eben möglich zu lindern, statt es zu dulden oder gar zu fördern: Gott will nicht das Leiden, damit die Menschen daraus lernen - er will das Heil aller Menschen.

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Theodizee (kath. 9/10)

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