Me-Time-im-Lehreralltag

Vier Tipps für deine perfekte Me-Time – So entspannst du dich als Lehrkraft im Alltag am besten

Viele sehnen sich nach mehr Me-Time – Vier Tipps, wie man das im stressigen Alltag am besten anstellt

Ob man einen tollen Job hat, wurde lange Zeit vorrangig daran bemessen, wie viel Geld man am Ende des Monats mit nach Hause bringt. Am besten natürlich viel Geld, damit wir uns damit dann getreu dem Motto „Mein Haus, mein Auto, mein Boot.“ teure Statussymbole leisten können, um – wenn wir mal ehrlich sind – vor allem unser Umfeld zu beeindrucken.
Über Geld wird in unseren Breitengraden zwar nach wie vor immer noch ungern gesprochen, was wir anderen dafür aber umso lieber unter die Nase reiben, ist die Anzahl der Überstunden, die wir diese Woche wieder schieben mussten und wie viel Stress wir eigentlich haben.

Geld ist nicht mehr alles


So viel vorweg: Wir wollen in diesem Blogbeitrag auf keinen Fall das liebe Geld verteufeln. Und wir sind auch der Meinung, dass Marcel Reich-Ranicki mit seinem „Geld allein macht nicht glücklich, aber es ist besser, in einem Taxi zu weinen als in der Straßenbahn.“ durchaus recht hat.
Dennoch lässt sich nicht mehr von der Hand weisen, dass sich unsere Prioritäten im Berufsalltag mehr und mehr verschieben. Uns ist klar geworden, dass das Leben nicht nur aus Arbeit besteht, heute zählen (natürlich neben dem Gehalt) Dinge wie Flexibilität und Möglichkeiten, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, sich zu entfalten und selbst zu verwirklichen. Unsere Reihe Politik betrifft uns hat diesem Thema sogar eine ganze Ausgabe gewidmet. Die findest du hier.
Für diesen Wunsch nach mehr gibt es seit geraumer Zeit einen Begriff: die Work-Life-Balance. Was in den Bereich „Work“ fällt, ist sicher jedem klar. Aber wie holt man eigentlich für sich aus dem „Life“-Teil das Beste heraus?

Work-Life-Balance garantiert: So machst du deine Me-Time als Lehrkraft zur Quality-Time


Sich neben der Arbeit dann aber wirklich Zeit für sich selbst zu nehmen, ist meist leichter gesagt als getan. Nachdem mit Elternsprechtag, Notenkonferenz oder Unterrichtsvorbereitung alle Termine und To-dos abgehakt sind, ist der Tag für Lehrerinnen und Lehrer oft schon so gut wie vorbei.
Was kann man also tun, um den Alltag zu entschleunigen und sich selbst etwas Gutes zu tun?
Dafür haben wir euch im Folgenden ein paar Tipps für eine entspannte Me-Time zusammengestellt:

1. Jetzt geht’s um mich

An dieser Stelle empfehlen wir dir gleich eine gesunde Portion Egoismus. Wieso? Weil für die Me-Time zunächst besonders eins wichtig ist: Du! Du darfst also entscheiden, in welcher Zeit es wirklich nur mal um dich gehen soll. Hab also bitte kein schlechtes Gewissen, wenn du lieber ein ausgiebiges Bad nehmen willst, endlich das neue Buch anfangen möchtest oder einfach nur deine Lieblingsserie gucken willst, statt dich mit Freunden zu verabreden oder E-Mails deiner Schülerinnen und Schüler zum Inhalt der nächsten Klassenarbeit („Alles, was wir bisher im Unterricht zu diesem Thema gemacht haben!“) zu beantworten. Dein Alltag ist sicher stressig genug und es ist vollkommen legitim, auch einfach mal an dich zu denken.

2. Bitte nicht stören

Um dich voll und ganz auf dich zu konzentrieren, solltest du all das, was dich dabei ablenken oder stören könnte, vorab ausblenden und ausschalten. Und ja, wir denken dabei in erster Linie an dein Smartphone! Aber auch der Mitbewohner, der plötzlich in dein Zimmer kommt oder Straßenlärm von der Baustelle vor deiner Wohnung lassen dich deine wohlverdiente Me-Time nicht so auskosten, wie du es eigentlich gerne tun würdest. Deshalb: Such dir einen Ort und eine Zeit, in der sich die Ablenkung um dich herum auf ein Minimum beschränken lässt. Lass den Stapel Klassenarbeiten, der noch korrigiert werden muss, also einfach für eine kleine Weile aus deinem Sichtfeld verschwinden. Wir versprechen: Er ist nach deinem Spaziergang zur Eisdiele garantiert noch da …

3. Das tut mir gut

Auch auf die Gefahr hin, selbst beim Thema Me-Time den Produktivitätsfaktor ins Spiel zu bringen; aber für eine gelungene Me-Time musst du zuallererst wissen, was genau du in dieser Zeit, die nur für dich reserviert ist, machen möchtest. Überlege dir vorher, was – oder auch wer! – dir gut tut. In der einen Woche ist es die Kombination aus Schokolade, Couch und Netflix, beim nächsten Mal vielleicht der Lauf durch den Park, bei dem du dich richtig auspowerst oder beim Mal darauf auch einfach nur ein Koch-Abend mit deiner besseren Hälfte. Du wolltest dich schon immer im Malen versuchen? Deine Me-Time ist der perfekte Zeitpunkt dafür!
Wenn du dir vorher einfach ein paar Gedanken machst, was du mit deiner Me-Time anfangen möchtest, kannst du die Zeit, die du dir dann dafür freigehalten hast, maximal auskosten.

4. Stress mich nicht

Gerade als Lehrerin bzw. Lehrer verfolgt einen der Stress auch gerne mal in die eigenen vier Wände. Kaum hat man die pubertierenden 8-Klässler hinter sich gelassen, lacht einen auf dem heimischen Schreibtisch die Unterrichtsvorbereitung für die nächste Stunde an. Um mehr Zeit für dich zu haben, versuche den Stress an den Stellen, wo es möglich ist, aus deinem Alltag zu verbannen. Du hast eine Möglichkeit gefunden, deine nächste Stunde zum Thema „Französische Revolution“ schneller und einfacher zu gestalten, ohne dich dazu durch zig dicke Wälzer zu blättern? Dann nutze sie! Scheu dich nicht, es dir an den Stellen einfacher zu machen, an denen es möglich ist. Denn je besser du deinen Arbeitsalltag organisiert bekommst, desto mehr Zeit hast du für dich.

Du siehst: Zwar erfordert auch Me-Time ein klein wenig Vorbereitung, mit unseren Tipps holst du dafür aber das Beste für dich als Lehrkraft heraus. Und darum geht es schließlich, oder?